Stand: Dezember 2006

Der ambulante Pflegedienst Solidarische Hilfe im Alter SHA GmbH wurde speziell für Überlebende nationalsozialistischer Verfolgung sowie deren Verwandte und FreudInnen konzipiert. Dies versteht sich als Schwerpunkt unseres Angebots, nicht als Voraussetzung für KundInnen. Weitere Schwerpunkte liegen in der Betreuung von MigrantInnen und Menschen mit psychischen/sozialen Problemen.

Der Pflegedienst berücksichtigt die spezifischen Bedürfnisse, Probleme, Einstellungen und Lebenslagen, die sich aus politischer, rassischer und sozialer Verfolgung ergeben. Dazu gehört insbesondere die gesellschaftliche Situation vieler NS-Verfolgter, die auch über 60 Jahre nach dem Ende des Faschismus durch Isolation, Diskriminierung und Stigmatisierung geprägt und vielfach mir einer unzureichenden sozialen und finanziellen Absicherung verbunden ist. Wir sind im gesamten Stadtgebiet Hamburgs tätig.

Ziele: unser Pflegemodell ist angelehnt an das Modell von Monika Krohwinkel. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Menschen unabhängig von Herkunft, Religionszugehörigkeit und Alter zu betreuen. Unsere Pflegeteams unterstützen unsere KundInnen darin, ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich leben zu können. Wir unterstützen sie je nach Hilfebedarf in den Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens. Unser Bestreben ist es, das soziale Umfeld mit in den Pflegeprozess einzubeziehen. Dies erfordert in erster Linie den respektvollen Umgang mit den bestehenden Lebensweisen sowie die Fähigkeit, auf individuelle Bedürfnisse und Gestaltungswünsche in der Pflege einzugehen. Wir wenden die neuesten medizinischen und pflegewissenschaftlichen Erkenntnisse an. Die Teams bestehen aus Menschen unterschiedlicher Länder und Kulturen, um den Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht zu werden.

Lage: das Büro befindet sich in der Lagerstrasse 30-32 in 20357 Hamburg zwischen U-Bahnhof Sternschanze und Fernsehturm.

Büroöffnungszeiten: Montag bis Freitag 08:00 bis 17:30 Uhr
Unser telefonischer Bereitschaftsdienst ist 24 Stunden erreichbar.

KooperationspartnerInnen: Verein für psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V., Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes, VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten), Das Taxi

Des weiteren stellen wir auf Wunsch Kontakt zu  z. B. FusspflegerInnen, FriseurInnen, PhysiotherapeutInnen her.