Ursel-Ertel-Hochhmuth
Ursel Hochmuth, auch Ursel Ertel-Hochmuth, eine deutsche Historikerin, Dokumentarin und Autorin, starb am 25.Februar 2014 kurz nach ihrem 83sten Geburtstag. Sie wurde am 14.März 2014 auf den Ehrenfeld der Geschwister-Scholl-Stiftung des Ohlsdorfer Friedhofes beigesetzt.

Ihre Eltern waren Kommunisten, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Antifaschisten. Ihr Vater war Walter Hochmuth, Abgeordneter der Hamburger Bürgerschaft für die KPD, ihre Mutter Katharina Jacob. Diese war in zweiter Ehe mit dem Widerstandskämpfer Franz Jacob verheiratet und überlebte die KZ-Haft. Hochmuths Stiefvater Franz Jacob wurde 1944 hingerichtet.

Ursel Hochmuth war Mitglied der VVN-BdA, der Willi-Bredel-Gesellschaft und des Kuratoriums der Gedenkstätte Ernst Thälmann in Hamburg. Sie hat vor allem zur Geschichte des kommunistischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in Hamburg geforscht und dazu publiziert. Dabei legte sie besonderen Wert auf eine breite Darstellung, statt wie häufig üblich bestimmte Führungskader herauszuheben.

Als Autorin

Die Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe. Berlin 1959.
Wächst Gras darüber? Weltkreis-Verlag, Jugenheim 1960.(Das werdende Zeitalter, Band 1)
Faschismus und Widerstand 1933 – 1945. Ein Verzeichnis deutschsprachiger Literatur. Röderberg-Verlag, Frankfurt 1973

Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand. 1933 – 1945. Röderberg-Verlag, Frankfurt 1980, Nachdruck der Ausgabe 1969, ISBN 3-87682-036-7. (zusammen mit Gertrud Meyer)

Illegale KPD und Bewegung „Freies Deutschland“ in Berlin und Brandenburg 1942-1945. Biographien und Zeugnisse aus der Widerstandsorganisation um Saefkow, Jacob und Bästlein.. Hentrich und Hentrich, Teetz 1998, ISBN 3-933471-08-7 (Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Reihe A, Analysen und Darstellungen, Band 4).

Sie überstanden die KZ Moringen, Lichtenburg und Ravensbrück. Verzeichnis nach 1945 verstorbener Kameradinnen und Kameraden aus Deutschland. Lagergemeinschaft Ravensbrück Freundeskreis e.V., Stuttgart 1999

Niemand und nichts wird vergessen. VSA-Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-89965-121-9

mit Ursula Suhling: Ehrenfeld für Verfolgte der NS-Herrschaft. Eine Begräbnis- und Gedenkstätte der Geschwister-Scholl-Stiftung auf dem Ohlsdorfer Friedhof. VSA-Verlag, Hamburg 2012, ISBN 978-3-89965-526-1

Ursel Hochmuth ist gestorben